Im Juni 2008 war es soweit . . .

Hideo Kojimas (Konami) neuester Teil der legenderen “Metal Gear”-Serie kam exklusiv für die Playstation 3 – Besitzer in die deutschen Spieleregale.

Allgemein:

Die Geschichte spielt im kriegerfüllten Jahr 2014. Der Spieler versetzt sich auch hier in den Elite-Soldaten “Snake”, der sich per “Ein-Mann-Armee” hinter die feindlichen Linien “schleicht” und versucht die Welt zu rettet. Hierbei begleitet ihn sein treuer Freund und Computerexperte “Otacon” durch das Geschehen und versorgt eure Figur mit Informationen und Hilfen. “Snake” versucht seinen Erzfeind und Bruder “Liquid” (der ihm überlegen ist) zu finden und zu besiegen.  Auf seiner harten Reise begegnet er allerlei bekannter Charaktere von den letzten “MG”- Spielen und bekommt nach und nach Antworten auf viele offene Fragen der gesamten Serie . . .

Spielprinzip:

Ebenso wie im letzten Teil, ist auch dieses Spiel ein Stealth-Shooter, d.h. dass der der Spieler offene Konfrontationen mit Gegnern meiden muss. Er muss sich an seinen Feinden vorbeischleichen und verstecken. Wird man jedoch entdeckt, schlägt der Alarm aus und man wird von einer ganzen Schar an Gegnern angegriffen. Die meisten Levels sind so aufgebaut, dass man von A nach B gelangen muss. Was sich jetzt unspektakulär und einfach anhört, entwickelt sich jedoch zu einem komplexen Unterfangen. In den höheren Schwierigkeitsgraden ist es so gut wie unmöglich ohne Vorsicht und Geduld ein Level zu überstehen.

Gameplay:

Und nun zum interessanten Teil . . .

Der Protagonist “Snake” verfügt über eine Gesundheitsanzeige und eine “Psyche-Anzeige”. Je weniger man von beidem hat, desto mehr sind die Fähigkeiten der Figur beeinträchtigt. Sinken die Anzeigen auf Null hat man Probleme – Also Vorsicht! Auf dem Wanderzug durchs Level bekommt der Spieler eine ganze Reihe an Gegenständen, die ihm dabei helfen die Gegner zu überlisten. Das wohl wichtigste Item ist der “Octocamo-Anzug”. Bei diesem Wundergerät handelt es sich um einen hochentwickelten Tarnanzug, der die Oberflächenfarbe jeglicher Gegenstände imitieren kann und beim Verstecken sehr hilfreich ist. Darüberhinaus steht dem Spieler ein großes Waffenarsenal zur Verfügung, die er fast jederzeit abrufen kann. Angefangen vom Elektro-Messer und Bazooka bis hin zu Betäubungswaffen, Granaten und Playboy-Magazinen. Die meisten Waffen können sogar individuell aufgerüstet werden (Schalldämpfer, Visier, Granatenwerfer, etc.), um sich den nötigen Vorteil zu verschaffen. Und als wenn dies nicht reichen würde, verfügt man über einen ganzen Haufen an Heilobjekten und technischen  Hilfsmitteln wie das “Solid Eye” (Augenklappe die das Umfeld analysiert, Nachtsichtgerät) und einen kleinen, ferngesteuerten Roboter, der Gegner aus dem Hinterhalt angreifen kann. Zusätzlich hat man die Möglichkeit seinen Tarnanzug benutzerdefiniert zu gestalten.

Ist euer Spieler bis an die Zähne aufgerüstet, kann es los gehen!

Nun habt ihr die Wahl. Brecht ich frontal durch oder schleicht ihr euch an der Seite vorbei? In der Regel ist die zweite Vorgehensweise erfolgsversprechender. Denn während der Alarmphase scheinen die Gegner endlos zu sein, da immer welchen nachkommen wenn ihr die ersten ausgeschaltet habt. Deswegen ist das Spiel darauf ausgelegt, möglichst strategisch  vorzugehen. In der Regel schleicht man sich an einen Gegner von hinten an und macht ihn Kampfunfähig. Dazu hat man mehrere Möglichkeiten: Man kann ihn erschießen, betäuben oder mit Nahkampfangriffen ausschalten. Aber alles möglichst unauffällig.

Endgegner:

Besonders bei den Boss-Kämpfen muss man seine strategischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Jeder der 5 Endgegner kann nur auf eine bestimmte Weise besiegt werden. Wenn man jedoch weis wie es geht, wird es beim 2. Mal leider weniger interessant.

Ein Rex in KampfbereitschaftGrafik:

Wie das Gameplay, ist auch die Grafik sehr wichtig, da das die “erste Verbindung” zwischen Spieler und Spiel ist. Jedoch muss man sich bei MGS4 keinerlei Gedanken über die Grafik machen. Bei diesem Titel kann man zu Recht von einer “NEXT-GEN-GRAFIK” reden, da es die PS2-Vorgänger weit übertroffen hat. Sogar für PS3-Verhältnisse sticht die Grafik dieses Spiels aus der Masse heraus. Die Figuren sind abwechslungsreich und realistisch designt. Die vielen Zwischensequenzen sind sogar schon fast Film reif. Die Grafik beim Spielen ist detailliert und ansehnlich.

Online:

Der Onlinemodus ist in MGS4 nicht kurz gekommen. Man hat die Wahl zwischen mehreren Modi, man kann den Charakter aufrüsten (Fähigkeiten verbessern, Kleidung kaufen [mit Punkten oder Guthaben]), man kann sich Erweiterungspakete im PSN kaufen um mehr Charaktere und Maps zu bekommen und man kann in Wettkämpfen mitspielen (und einige Kleinigkeiten mehr).

Lob:

  • Das einzigartige an diesem Spiel ist das realistische und mit vielen Kleinigkeiten ausgestattete Gameplay. Man fühlt sich beim  Spielen als die “Überlegene Macht”, da man die Gegner geschickt täuschen und überlisten kann.
  • Man kann kriechen, sich in einem Fass oder Kiste verstecken, an die Wand lehnen, sich tot stellen…
  • Die Feinde verhalten sich intelligent.
  • Die Story ist spannend, komplex und dramatisch. Eine der besten Storys (eigene Meinung).
  • Man braucht nicht die vorherigen Titel gespielt zu haben, um die Story zu verstehen. Während dem Spielen erfährt man das eine oder andere per Rückblende.
  • Die Verbindung von Gameplay, Filmsequenzen und Story ist sehr gut.
  • Authentische Charaktere
  • Sehr gute Grafik.
  • Sehr gute Spielmechanik.
  • Der Spaßfaktor ist auch nach mehrmaligem Durchspielen hoch, da man sehr vieles wie Waffen und Objekte noch freischalten kann. (Als Aufgabe z.B. “spiele das Spiel durch ohne einen Gegner zu töten”)
  • Verschiedene Gegner: Mensch, Maschiene.
  • Verschiedene Maps: Stadt, Wald, Keller, Gebäude, Eiswüste, Wüste, Kriegsschiff…
  • Man kann noch vieles entdecken.
  • Das Spiel (Menüdesign, etc.) ist gut gelungen und hat viele Modi.
  • Mehrere Schwierigkeitsgrade.
  • Der Onlinemodus ist groß und Abwechslungsreich.

Kritik:

Wie jedes Spiel, kann man auch MGS4 in einigen Punkten kritisieren:

  • Insgesamt fällt auf, dass das Gameplay verhältnismäßig langsam ist. Man hat auch keine Sprinttaste. Der Spieler kann höchstens nur “gemütlich” joggen.
  • Man hat auf dem Boden zwar viele Möglichkeiten, jedoch in den höheren Ebenen umso weniger. Der Spieler kann nicht überall hinaufklettern (was manchmal stört). In einigen Level kann man sogar nicht über einen Tisch klettern und muss einen Umweg drumherum machen.
  • Da das Spiel relativ früh veröffentlicht wurde, gibt es keine Trophys.
  • Nach Abschluss einer Kapitels (insgesamt 5) muss man das nächste installieren.
  • Die Erweiterungen für den Onlinemodus kosten über 10 €

Fazit:

Insgesamt ist dieses Spiel empfehlenswert. Bis auf kleinere Mängel hinterlässt  “Metal Gear Solid 4″ einen mehr als guten Eindruck. Meiner Meinung nach, gehört MGS4 zu den “Must-have-Titeln”. Die 30€ die das Spiel jetzt noch kostet sind eine gute Ausgabe.

Gameplay: 8,5/10Story: 9/10Grafik: 9/10 -> Gesamt: 8,81

1 Berechnet aus: 40% Gameplay – 20% Story – 40% Grafik

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