So oder zumindest so ähnlich könnte man Fable III zusammenfassen. Die Story beginnt damit das Jasper, der Butler der königlichen Familie den Protagonisten weckt damit man seinen Royalen Pflichten nachkommt. Ein für ein Fable recht ungewöhnliches Setting, wo man doch den ersten Teil als Bauer und den zweiten als Bettler begann, doch es kommt noch schlimmer, der Hauptcharakter

auch noch von beginn an Erwachsen! Fans der Serie werden nun wohl schon defibriliert werden müssen während ich es den Fable Neulingen (Asche auf euer Haupt!) einfach mal in einem Anflug von Großmut erklären werde: Das besondere an der Fable Reihe war von beginn an das man das gesamte Leben des Protagonisten nachspielt, von der Kindheit bis zum Ende der Storyline. Was also soll man von einem Fable ohne diese Elemente halten?

Gute Frage nächste Frage denn nach einem 8 Stunden Speedrush durch das Game, bei dem ich nicht einmal auch nur nahe am Ende der Lebenskraft war, bin ich mir immer noch nicht sicher was ich von Fable 3 halte. Das Charaktermorphing ist mir, liebe Fablefans wieder den Defibrilator bereithalten, überhaupt nicht aufgefallen, stattdessen wechselt das aussehen der Waffe je nach Kampfstil, ach ja, wenn man ein Maximum an einer Seite hat bekommt der Charakter Flügelchen.

Andererseits ist die Story kurz, aber durchaus spannend und spornt einen Förmlich zu einem Speedrush an.

Alles in allem geht es um eine Revolution, die vom eigenen Protagonisten gegen seinen tyrannischen Bruder, der unpraktischer Weise auch noch König ist, geführt wird. Quer durch Albion müssen Verbündete im Kampf gegen den Tyrannen gefunden werden, was sich aufgrund der enormen Steuerlast und der ausbeutenden Provinzialpolitik nicht allzu schwer ist.

Obwohl Peter Molyneux wie immer noch vor Release die Klappe aufgerissen hat und die utopischsten Dinge versprach, ist der Part nach der Thronbesteigung nicht allzu erheblich. Man muss sich entscheiden ob man lieber die während der Revolution gemachten versprechen einhalten und eine Staatsverschuldung riskiert deren Betrag größer ist als Josef Ackermanns Dispositionskredit oder lieber in die Fußstampfen des tyrannischen Bruders tritt und dafür bald einen dagobertesken Geldspeicher sein eigen nennt.

Die Story endet dann mit einer wannabe epischen Endschlacht gegen dunklen Glibber an deren Ende man einen besessenen Hauptcharakter bekämpfen muss. Kurz um: Zu ersten mal seit anbeginn der Fable Reihe habe ich das ernstzunehmende Gefühl das man beim Ende mehr geplant hatte, seitens des Publishers jedoch Veröffentlichungsdruck kam. Pfui Böses Microsoft, schäm dich! Das alles soll jedoch nicht heißen das Fable III ein schlechtes Spiel ist, es wirkt jedoch eher träge. Das Spiel nimmt erst langsam an Schwung zu, und dann wenn man den Thron erklommen hat ist es theoretisch auch fast schon wieder vorbei. Ansonsten ist es eben ein Fable Titel, die Charaktergestaltung ist bis ins letzte in des Spielers Hand, unmengen Entscheidungen warten, wobei diese keine allzu weitreichenden Folgen haben,und der unvergleichliche Peter Molyneux Humor, der typisch Britisch ist und selbst in dunklen Höhlen einem noch ein Schmunzeln abverlangt dürften wohl jedem Fablefan das herz höher schlagen lassen.

Was also sollte man als Fazit formulieren? Das ich Fable III uneingeschränkt empfehle kann ich nicht sagen, jedoch kann ich auch nicht vom Kauf abraten, da ich jede menge Spaß mit Fable III hatte.

Ich versuche es einfach mal wie folgt:

Allen Fans der Fable Reihe kann ich definitiv empfehlen sich Fable III zu kaufen da es einfach eine Fortsetzung der Reihe ist und es sich immer lohnen wird diese Reihe zu verfolgenegal ob sie ein paar Fehler macht.

All jenen die nur ein spannendes Action Rollenspiel wollen an dem sie stundenlang Waffen und Rüstungen sammeln können denen würde ich raten erstmal auf TwoWorlds II zu warten, da es einfach „rollenspieliger“ ist als Fable III (welches übrigens fast ohne UI auskommt)

Alles in allem ist es aber eben ein Fable, und daher würde ich sagen: Im Zweifel für den Angeklagten.

Also dann noch ein paar moralisch einwandfreie Grüße aus Albion.