Blue-Ray cover von Infamous 2Jeder der Infamous (1) gespielt hat weiß bereits warum Cole McGrath so “berüchtigt” ist jedoch wird es am Anfang von Infamous 2 noch einmal kurz zusammengefasst.

Cole Mcgrath, einfacher Fahrradkurier und Hobby-Freerunner (Parcours), liefert Pakete aus um sein Leben in Empire City zu finanzieren. Eines Tages wird er während des Botengangs angerufen und aufgefordert, das Paket dass er bei sich trägt  zu öffnen. Das nächste an dass Cole sich erinnert ist, dass er in einem Krater aufwacht, dass ungefähr 8 Blocks der Stadt zerstört sind und über tausend Menschen das Leben verloren haben. Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass er allein im Zentrum überlebte, weißt Cole nun gewisse, auf Elektrizität basierende, Fähigkeiten auf und beginnt nun ein unfreiwilliges Leben als mißverstandener Held, oder, dank des Karma-systems, als machthungriger Bösewicht. Im Verlauf der folgenden Tage erweitert Cole sein Spektrum an Fähigkeiten und begibt sich auf die Suche nach dem Grund für seine Gabe, was jedoch durch andere Leute mit spezial-Kräften und deren Handlangern erschwert wird. Letzten Endes findet Cole heraus, dass ein großes Unheil über die Welt kommen wird und nur er es abwenden könne durch den Erwerb durch jene Superkräfte.

Hier beginnt Infamous 2:

Auf der Suche nach neuen Fähigkeiten wird es unseren Helden/Schurken in eine neue Stadt verschlagen und damit gibt es  auch einen Neuanfang in Sachen Karma, jedoch können alle die Infamous 1 gespielt haben ihre alten Spielstände dazu verwenden einen jeweiligen Karma-boost zu Beginn des spiels zu bekommen. Und nicht nur Elektrische Fähigkeiten stehen auf dem Programm sonder es stehen auch Eis und Feuer in aussicht. Das Karmasystem wurde verbessert und funktioniert nun in Jedi-Sith manier: Den den langen Weg nehmen, das eigene Gewissen schonen und Lob von Jedermann einsacken ODER mehr Kräfte erhalten und alles viel schneller zu erreichen. Nicht nur während den Missionen sondern auch im Open World Modus entscheidet sich wer du bist!

Abgesehen von der Verbesserung in Sachen Karma wurde auch ein bisschen am Gameplay geschraubt. Infamousspieler werden sich sofort zurecht finden und das Gehüpfe an den Hauswänden ist auch für Neueinsteiger rasend schnell erlernbar. Der Nahkampf spielt hier nun eine wichtigere Rolle als im Vorgänger, bei dem man doch eher zum Sterben neigte, wenn man sich entschloss den Gegner mit den Fäusten zu beharken. Durch die nagelneue Waffe, das “Amp”, sind Kloppereien leichter zu bewältigen und lassen sich sogar in nette Finisher moves verwandeln.

Wo der Spieler in Infamous 1 eher schlecht als recht gemachter Animation zu Gesicht bekam werden die NPCs nun wesentlich lebhafter und detailgetreuer in New Marais dargestellt und die Animation der Hauptcharactere kommt in den Cutscenes manchmal verdächtig nahe an “Heavy Rain level”, doch sei gesagt dass manche Figuren mit definitiv mehr Liebe gestaltet wurden als Andere.

Die Missionsgestaltung ist zwar eine Ecke kreativer als im ersten Teil, doch dreht es sich zu etwa 95% immer nur darum irgendwen oder irgendwas ordentlich durchzubraten oder etwas zu besorgen das natürlich mit “typen-grillen” einhergeht. Auch frustrierend ist der immer wieder der plötzliche Tod  durch einen einzigen Raketenwerfer aus 3 meter entfernung abgefeuert, was wohl nicht als dämliche KI gilt, doch wohl eher als suizidgefährdete. Andererseits sind die Bösewichte schlau genug um nach einmaliger Sichtung nicht mehr von einem abzulassen, es sei den man nimmt die Beine in die Hand oder sorgt für Hochspannung.

Ein netter Zusatz ist der Missions-editor doch wirklich an die Konsole fesseln tut er nicht. Ab 16 ist gerechtfertigt denn das Spiel kommt fast ohne jegliche “rote Suppe” aus.